• Herzlich willkommen
  • Geschichtsverein
  • Aktuelles
  • Sichtbare Geschichte
  • Veranstaltungen
  • Presse

Geschichtsverein

Leck & Karrharde e.V.

Die Schulen in Leck

7. Juli 2000 by sas

Das erste Schulgebäude in der heutigen Süderstraße

Die Geschichte des Lecker Schulwesens reicht weit zurück: Mindestens seit 1690 hielt der Küster in Leck Schule – lange Zeit allein, bis er zu Beginn des 19. Jahrhunderts einen Gehilfen zur Seite bekam.

Das dazugehörige Diensthaus wurde 1821 erweitert, doch nur ein Jahrzehnt später, 1831, fiel es einer schweren Feuersbrunst zum Opfer. Die Gemeinde baute es an gleicher Stelle wieder auf.

Bis 1843 befand sich das Küster- und Schulhaus unmittelbar neben dem 2. Pastorat. Mit dem Neubau der Reetdachschule auf dem Eesacker endete diese Ära: Das Gebäude in der Süderstraße wurde fortan als „Herberge zur Heimat“ genutzt und diente zeitweise auch als Privatschule.

Heute erinnert nichts mehr an das alte Schulhaus – an seiner Stelle steht der Neubau des Kindergartens.

Die Reetdachschule auf dem Eesacker

Ein Gebäude, das mehr Geschichte trägt, als seine schlichte Fassade erahnen lässt: Die Reetdachschule auf dem Eesacker wurde 1843 errichtet – mit zwei Klassenzimmern und einer Lehrerwohnung für den ersten Lehrer. Dem zweiten Lehrer, der offiziell als Gehilfe galt, blieb lediglich eine Kammer über der Haustür. 1856 entstand am Ostende ein Anbau mit einer zweiten Lehrerwohnung.

Unter dem Hakenkreuz – eine Schule wird zweckentfremdet

Im Oktober 1933 endete der Schulbetrieb abrupt: Das RAD-Lager Fresenhagen zog in das zu diesem Zeitpunkt leerstehende Gebäude ein. 1934 verpflichtete das Regime die Gemeinde zur Einrichtung eines Landjahrlagers. Bis Kriegsende 1945 blieb die Reetdachschule fest in den Händen der NSDAP.

Neuanfang nach der Kapitulation

Unmittelbar nach Kriegsende erhielt das Gebäude eine neue Bestimmung: Es wurde als Hautklinik genutzt. 1949 konnte die Schule schließlich ihren ursprünglichen Zweck wiederaufnehmen – nach umfangreichen Umbauarbeiten standen nun drei Klassenräume zur Verfügung.

Ende 1951 räumte die dänische Schule die sogenannte „Waldschule“ – eine ehemalige Offiziersbaracke in der damaligen Klixbüller Chaussee (heute Sylter Weg, Hundefreilauf) – und ermöglichte damit die Unterbringung von fünf Klassen der deutschen Schule. Dieses ehemalige Offiziersheim diente bis 1954 als Schulstandort.

Das Ende der Reetdachschule

Mit dem Anbau an der „neuen Schule“ in der Eesackerstraße wurde die Reetdachschule nicht mehr benötigt. Das Gebäude fand in den Folgejahren verschiedene gewerbliche Nutzungen – als Sackflickerei, Arztpraxis und anderes mehr.

1969 fiel die leerstehende ehemalige Schule einem Brandanschlag zum Opfer. Von ihr zeugen heute nur noch die Erinnerungen und das Wissen um eine wechselvolle Geschichte, die Jahrzehnte Dorfgeschichte widerspiegelt.

Die „neue“ Schule in der Bahnhofstraße

Die Geschichte der Lecker Schulgebäude ist auch eine Geschichte des Wandels: 1866 entstand auf dem Eesacker ein weiteres Schulgebäude – provisorisch, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Fotografen Hemstedt. Es war ein Anfang, mehr nicht.

Bereits 1895 hatte das Provisorium ausgedient. An seiner Stelle errichtete man einen soliden zweistöckigen Neubau mit zwei Klassenräumen und zwei Lehrerwohnungen – ein Gebäude, das für Generationen von Lecker Schulkindern Alltag werden sollte.

Vom Klassenzimmer zur Landwirtschaftsschule

1954 endete der Schulbetrieb in der Bahnhofstraße. Die Klassenräume übernahmen die Schüler der Landwirtschaftsschule unter der Leitung von Manfred Müller, während die Wohnungen jungen Lehrern der neuen Schule als Unterkunft dienten.

Das Ende eines Schulgebäudes

Ab 1970 stand das Gebäude leer. 1971 wurde es abgerissen – wie so viele Zeugen der Lecker Ortsgeschichte spurlos verschwunden.

Dass dieser Teil der Geschichte dennoch nicht in Vergessenheit gerät, ist u.a. Familie Hemstedt zu verdanken. Das ehemalige Fotogeschäft – heute eine Physiotherapiepraxis – war einst direkter Nachbar des Schulgebäudes. Hermann Hemstedt und sein Vater haben historische Aufnahmen bewahrt, ohne die manche Erinnerung für immer verloren wäre.

Posted in: Aktuell Tagged: Sichtbare Geschichte
Hennings Hotel in der Hauptstraße (1912)

Unsere nächsten Termine

 

Aktuelles

  • Ausstellung eröffnet! 20. Januar 2026
  • Lesung über einen vergessenen Hitler-Attentäter in der Nordsee Akademie 3. Juli 2025
  • Herzliche Einladung zur Fahrradtour! 7. Mai 2025
  • Herzliche Einladung zur Mitgliederversammlung 1. März 2025
  • Filmabend im Rathaus: „Der Krug an der Wiedau“ 25. Februar 2025
  • Impressum
  • Datenschutzerklärung

Copyright © 2026 Geschichtsverein.

Omega WordPress Theme by ThemeHall